Oliver Nöltner

Genius and madness, or both?

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    • 12 Jan 2012
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    »Ja, ich habe einen Fehler gemacht.«

    Telekom-Kunde

     

    Im Oktober 2011 wagte ich es meinen bisherigen Telekom-DSL/ISDN-Anschluß auf einen sogenannten »IP-basiertem Anschluss« umzustellen. Eigentlich wollte ich nur meine Leitungsgeschwindigkeit etwas puschen, doch die Dame an der Telekom-Hotline fand ein tolles Angebot, das gleich noch ein paar Euro günstiger war: Wir sparen uns den ISDN-Regelanschluss, schliessen ein VoIP-Telefon an und freuen uns.

     

    Ja, ich habe nicht darüber nachgedacht. Auch der freundliche Hinweis der Dame, ob ich eine passende DSL-Hardware hätte, lies bei mir nicht die Alarmglocken schrillen. »Passende DSL-Hardware, wenn ich seit acht Jahren jeden Monat etwa 70 DM für einen DSL-Anschluss bei euch liegen lasse?«. Gesagt und der Umstellung zugestimmt. Nach 5 Minuten Telefongespräch war der ursprüngliche seit fast 10 Jahren laufende Vertrag verlängert.

     

    Kaum zehn Tage danach war es dann soweit. Laut einer schriftlichen Ankündigung erfolgte die Umstellung auf den neuen Tarif: pünktlich. So pünktlich das ab diesem Zeitpunkt der DSL-Anschluss tot war. Nach einem kurzen Check des Routers und DSL-Modems, beide quittierten einen korrekten Betriebszustand, kamen die ersten Zweifel. Der gut geführte Apple-Haushalt verfügt heute über Online-Backups, die Nachforschungen auch in schwierigen Offline-Zeiten ermöglichen. Nach zwei Minuten Recherche die Gewissheit: Annex J.

     

    Eine Umstellung des DSL-Anschlusses auf »IP-basiert« ist gleichzeitig mit einem Wechsel der Übertragungsnorm verbunden (bis heute Annex B). Die Vorteile eines Annex J sind etwas höhere Datenübertragungsraten im Upload. Die Nachteile? Es gibt nur einen und der ist riesig: Es gibt keine DSL-Modems für Annex J auf dem »freien« Markt. Der Kunde ist verpflichtet, auf die Hardware von AVM zurückzugreifen. Wer allergisch gegen die Hans-Boxen aus Berlin ist, bleibt für immer vom Internetz ausgeschlossen (auch die Telekom-Hardware Speedport & Co kommen aus diesem Hause). Update: Mittlerweile sind die Hinweise auf der Telekom-Homepage etwas besser, was die technischen Vorraussetzungen zu »IP-basiertem Anschlüsse« betrifft.

     

    Was folgten waren unendliche Reisen durch die Telekom-Hotline, unbeantwortete Faxe, klingonische Anworten und versuchte Hilfestellungen, wie »Mieten sie sich doch einen Router von uns.« Selbst das Telekom-Twitter-Notfallteam konnte außer der kostenfreien übergangsweisen Stellung einer Speedport (Blasphemie) nichts retten.

     

    Nach fast 3 Monaten hat es die Telekom nun geschafft, unseren guten alten Call & Surf mit DSL 6000 wieder einzurichten. Halt, da war doch noch etwas: Aus DSL 6000 wurden nur noch DSL 3000R (wozu das R steht, kann bis jetzt niemand sagen). Die erste Auskunft der Telekom-Hotline lautet lapidar: Es gibt nun keine 6000 Ports mehr für Standard-Anschlüsse, da diese alle umgestellt werden (die Techniker unter uns wischen sich jetzt bitte die Lachtränen aus den Augen). Die Telekom wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ihre langjährigen Kunden. Vor drei Monaten hatte ich noch alles, einen ISDN-Anschluß und DSL 6000. Die Telekom hat nun eines weniger, einen langjährigen Kunden, der hat jetzt nämlich keine Lust mehr.

     

    Update 16.01.2012: Die Rückabwicklung auf Annex B zeigt erste Auswirkungen: Das DSL-Modem ist im Gegensatz zur Speedport am Annex J (stündlicher Reset) seit 4 Tagen ohne Ausfall. Alles läuft wie die letzten 5 Jahre auch, nur auf bescheidenen 2808 Kbit/s. Ihr wisst schon, wegen den Ports...

     

    Update 18.01.2012: Laut "Ihren Vertragsdaten" wurde aus einem Call & Surf Comfort mit garantiertem DSL 6000 ein Call & Surf Comfort mit bis zu 3014 Kbit/s. Online-Rechnung hat man auch gleich zusätzlich aktiviert, selbstverständlich ohne Auftrag.

     

    Update 19.01.2012: Für eine nicht oder nur teilweise Leistungserfüllung berechnet die Telekom dem Kunden für den "Leistungszeitraum" vom 18.10.2011 bis 31.01.2012 nicht weniger als 124,53 Euro. Nicht nur, dass die vollen Gebühren berechnet werden, natürlich wurde auch der vom Telekom-Twitter-Serviceteam - selbstverständlich - kostenfrei zur Überbrückung gestellte Speedport-Router voll berechnet.

     

    Update 22.01.2012: Während dem "Alt-Kunden" gegenüber die Reduzierung auf 3014 Kbit/s aufgrund fehlender Ports begründet wird, erhält ein "Neu-Kunde" an der gleichen Enddose den gleichen Tarif, mit den gleichen technischen Voraussetzungen (ISDN, Annex B), mit garantierten 16.000 KBit/s. Tatbestand: Erfüllungsbetrug. Begründung: Entweder der "Alt-Kunde" wurde belogen oder dem "Neu-Kunde" wird eine Leistung suggeriert, um ihn zum Vertragsabschluss aufzufordern, die von der Telekom nicht erfüllt werden kann.

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  • Meldung vom Maschinenraum

    • 19 Nov 2011
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    1. Technischer Offizier meldet Vollzug aus dem Maschinenraum von Radio Büschel, Pfinztal: Warenwirtschaft-, CRM/ERP- und Kassensystem sind online. Neues Firmennetzwerk (alles 1 Gbit), 15 Clients, 1 Server Win 2008 R2, gefühlte 38 Drucker, Barcodescanner, Touchscreen-Kassen, EC-Cash-Terminals per TCP/IP und ZVT an den Kassen (YEAH!), zweimal WAN (16Mbit und 20Mbit), Firmen- und Kunden-WLANs, BackupNATs, Filiale per VPN 24/h im Netzwerk (inkl. Backupleitung).  

     

     

     

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  • Ich war fleissig

    • 30 Oct 2011
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    P42

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    »Genius and madness lives closely together with you.« Quote of my last boss. Then i became my own boss.

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