Oliver Nöltner http://www.noeltner.de Genius and madness, or both? posterous.com Thu, 12 Jan 2012 14:17:00 -0800 Telekom-FAIL http://www.noeltner.de/telekom-fail http://www.noeltner.de/telekom-fail

»Ja, ich habe einen Fehler gemacht.«

Telekom-Kunde

 

Im Oktober 2011 wagte ich es meinen bisherigen Telekom-DSL/ISDN-Anschluß auf einen sogenannten »IP-basiertem Anschluss« umzustellen. Eigentlich wollte ich nur meine Leitungsgeschwindigkeit etwas puschen, doch die Dame an der Telekom-Hotline fand ein tolles Angebot, das gleich noch ein paar Euro günstiger war: Wir sparen uns den ISDN-Regelanschluss, schliessen ein VoIP-Telefon an und freuen uns.

 

Ja, ich habe nicht darüber nachgedacht. Auch der freundliche Hinweis der Dame, ob ich eine passende DSL-Hardware hätte, lies bei mir nicht die Alarmglocken schrillen. »Passende DSL-Hardware, wenn ich seit acht Jahren jeden Monat etwa 70 DM für einen DSL-Anschluss bei euch liegen lasse?«. Gesagt und der Umstellung zugestimmt. Nach 5 Minuten Telefongespräch war der ursprüngliche seit fast 10 Jahren laufende Vertrag verlängert.

 

Kaum zehn Tage danach war es dann soweit. Laut einer schriftlichen Ankündigung erfolgte die Umstellung auf den neuen Tarif: pünktlich. So pünktlich das ab diesem Zeitpunkt der DSL-Anschluss tot war. Nach einem kurzen Check des Routers und DSL-Modems, beide quittierten einen korrekten Betriebszustand, kamen die ersten Zweifel. Der gut geführte Apple-Haushalt verfügt heute über Online-Backups, die Nachforschungen auch in schwierigen Offline-Zeiten ermöglichen. Nach zwei Minuten Recherche die Gewissheit: Annex J.

 

Eine Umstellung des DSL-Anschlusses auf »IP-basiert« ist gleichzeitig mit einem Wechsel der Übertragungsnorm verbunden (bis heute Annex B). Die Vorteile eines Annex J sind etwas höhere Datenübertragungsraten im Upload. Die Nachteile? Es gibt nur einen und der ist riesig: Es gibt keine DSL-Modems für Annex J auf dem »freien« Markt. Der Kunde ist verpflichtet, auf die Hardware von AVM zurückzugreifen. Wer allergisch gegen die Hans-Boxen aus Berlin ist, bleibt für immer vom Internetz ausgeschlossen (auch die Telekom-Hardware Speedport & Co kommen aus diesem Hause). Update: Mittlerweile sind die Hinweise auf der Telekom-Homepage etwas besser, was die technischen Vorraussetzungen zu »IP-basiertem Anschlüsse« betrifft.

 

Was folgten waren unendliche Reisen durch die Telekom-Hotline, unbeantwortete Faxe, klingonische Anworten und versuchte Hilfestellungen, wie »Mieten sie sich doch einen Router von uns.« Selbst das Telekom-Twitter-Notfallteam konnte außer der kostenfreien übergangsweisen Stellung einer Speedport (Blasphemie) nichts retten.

 

Nach fast 3 Monaten hat es die Telekom nun geschafft, unseren guten alten Call & Surf mit DSL 6000 wieder einzurichten. Halt, da war doch noch etwas: Aus DSL 6000 wurden nur noch DSL 3000R (wozu das R steht, kann bis jetzt niemand sagen). Die erste Auskunft der Telekom-Hotline lautet lapidar: Es gibt nun keine 6000 Ports mehr für Standard-Anschlüsse, da diese alle umgestellt werden (die Techniker unter uns wischen sich jetzt bitte die Lachtränen aus den Augen). Die Telekom wehrt sich mit Händen und Füßen gegen ihre langjährigen Kunden. Vor drei Monaten hatte ich noch alles, einen ISDN-Anschluß und DSL 6000. Die Telekom hat nun eines weniger, einen langjährigen Kunden, der hat jetzt nämlich keine Lust mehr.

 

Update 16.01.2012: Die Rückabwicklung auf Annex B zeigt erste Auswirkungen: Das DSL-Modem ist im Gegensatz zur Speedport am Annex J (stündlicher Reset) seit 4 Tagen ohne Ausfall. Alles läuft wie die letzten 5 Jahre auch, nur auf bescheidenen 2808 Kbit/s. Ihr wisst schon, wegen den Ports...

 

Update 18.01.2012: Laut "Ihren Vertragsdaten" wurde aus einem Call & Surf Comfort mit garantiertem DSL 6000 ein Call & Surf Comfort mit bis zu 3014 Kbit/s. Online-Rechnung hat man auch gleich zusätzlich aktiviert, selbstverständlich ohne Auftrag.

 

Update 19.01.2012: Für eine nicht oder nur teilweise Leistungserfüllung berechnet die Telekom dem Kunden für den "Leistungszeitraum" vom 18.10.2011 bis 31.01.2012 nicht weniger als 124,53 Euro. Nicht nur, dass die vollen Gebühren berechnet werden, natürlich wurde auch der vom Telekom-Twitter-Serviceteam - selbstverständlich - kostenfrei zur Überbrückung gestellte Speedport-Router voll berechnet.

 

Update 22.01.2012: Während dem "Alt-Kunden" gegenüber die Reduzierung auf 3014 Kbit/s aufgrund fehlender Ports begründet wird, erhält ein "Neu-Kunde" an der gleichen Enddose den gleichen Tarif, mit den gleichen technischen Voraussetzungen (ISDN, Annex B), mit garantierten 16.000 KBit/s. Tatbestand: Erfüllungsbetrug. Begründung: Entweder der "Alt-Kunde" wurde belogen oder dem "Neu-Kunde" wird eine Leistung suggeriert, um ihn zum Vertragsabschluss aufzufordern, die von der Telekom nicht erfüllt werden kann.

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Sat, 19 Nov 2011 04:17:00 -0800 Meldung vom Maschinenraum http://www.noeltner.de/meldung-vom-maschinenraum http://www.noeltner.de/meldung-vom-maschinenraum

1. Technischer Offizier meldet Vollzug aus dem Maschinenraum von Radio Büschel, Pfinztal: Warenwirtschaft-, CRM/ERP- und Kassensystem sind online. Neues Firmennetzwerk (alles 1 Gbit), 15 Clients, 1 Server Win 2008 R2, gefühlte 38 Drucker, Barcodescanner, Touchscreen-Kassen, EC-Cash-Terminals per TCP/IP und ZVT an den Kassen (YEAH!), zweimal WAN (16Mbit und 20Mbit), Firmen- und Kunden-WLANs, BackupNATs, Filiale per VPN 24/h im Netzwerk (inkl. Backupleitung).  

 

 

 

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Sun, 30 Oct 2011 02:17:13 -0700 Ich war fleissig http://www.noeltner.de/ich-war-fleissig http://www.noeltner.de/ich-war-fleissig

P42

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Sat, 29 Oct 2011 06:07:00 -0700 Winter-Grillplan 2011 http://www.noeltner.de/winter-2011 http://www.noeltner.de/winter-2011

Der Winter-Grillplan für 2011 steht:

  • Lomo al Trapo
  • Picanha und Farofu
  • Matambre (Smoker exklusiv)
  • Rumpsteaks mit Chimichurri-Sauce, Speck und Eier
  • Rib-eye auf Fichte gegrillt
  • Costellas de boi
  • Pinchos de bife cartagenos
  • Jerk Pork (Jamaika-Art)
  • Sosaties
  • Arepas
  • Brochettes d'agenem à la pâte d'arachide
  • Paul-Newmann-Burger
  • Lechón Manok
  • Bandiola
  • Wacholderlachs mit Beerenglasur
  • Heilbutt in Bananenblätter, Zitronengras, Basilikum
  • Kolumbinaischer Grillmais
  • Gegrillte Bananen mit Kokous-Karamell-Sauce
  • Geröstete Ananas vom Spieß
  • Kaktusfeige-Crumble

Wie immer 4-6 Gerichte pro Grillsession. Anmeldungen werden absofort entgegengenommen.

 

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Sun, 21 Aug 2011 03:11:54 -0700 Like http://www.noeltner.de/like http://www.noeltner.de/like

P202

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Sun, 14 Aug 2011 10:51:00 -0700 DoIT http://www.noeltner.de/doit http://www.noeltner.de/doit

Wie reibungslos bekommt man ein KMU in das IT-Zeitalter? Dieser KLEINEN Aufgabe habe ich mich in den nächsten Monaten verschrieben. Die Firma Radio Büschel kann sich, mit einer über 60 Jahre andauernden Firmengeschichte zu einer der wenigen Elektroeinzelfachhandelsunternehmen zählen, die auch schon große Ketten, wie ProMarkt und MediMax, in Karlsruhe überlebt hat. Der Sohn des Gründers, Walter Büschel, gibt die Zepter des 18 Mann starken Teams nun in die Hände der jüngeren Generation und verabschiedet sich damit in den wohlverdienten Ruhestand. Mit dem Übergang soll die betriebliche Fortführung sichergestellt werden.

Die langjährige Anbindung an Euronics wird in den kommenden Wochen mit einem neuen Warenwirtschaftssystem ergänzt. In einem Betrieb, der die letzten Jahre erfolgreich (auch im betriebswirtschaftlichen Sinne) ohne ERP- und CRM-System ausgekommen ist, ein interessantes Abenteuer. In der Projektplanung hat das Modul »Mensch« deshalb von mir einen besonderen Stellenwert bekommen.

Nach der – erfolgreichen – Implementierung des neues ERPs wird die zweite Herausforderung sein, neue Kommunikationskanäle (Stichwort: Web 2.0) und Vertriebswege zu installieren. In der Verknüpfung das klassische Marketing, das momentan aus 100% Print besteht, entsprechend neu auszurichten. Step-by-Step.

 

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Thu, 14 Jul 2011 05:52:00 -0700 iOS App http://www.noeltner.de/ios-app http://www.noeltner.de/ios-app

Die eigene iOS-App zum ersten mal auf dem iPad. Unbezahlbar.

Foto

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Mon, 30 May 2011 09:22:00 -0700 Notfall training http://www.noeltner.de/notfalltraining-fur-die-arztpraxis http://www.noeltner.de/notfalltraining-fur-die-arztpraxis

www.notfalltraining-arztpraxis.info

Notfallmanagement_in_der_arztpraxis

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Sat, 21 May 2011 23:58:00 -0700 Pulled Pork http://www.noeltner.de/pulled-pork http://www.noeltner.de/pulled-pork

Pulled Pork aus der China-Dose

Die Eckdaten: 4,2 kg Schweinenacken vom Biobauer. Das Fleisch wurde mit körnigem Senf und Olli's Spezial Barbie-Q Rub einmassiert, danach foliert und 24h in den überfüllten Kühlschrank verbracht.

Zwischenstände:

  • 09:00 Uhr 28° bei 111° in der Dose
  • 10:30 Uhr 44° 
  • 12:00 Uhr 57°
  • 13:30 Uhr 60° 
  • 15:30 Uhr 66° mitten in der Plateau-Phase
  • 17:00 Uhr 67° weiterhin in der Plateau-Kurve
  • 19:00 Uhr 72° die Gäste werden ungeduldig
  • 19:30 Uhr 76° 
  • 20:30 Uhr lecker PPP
  • 22:30 Uhr alle satt und glücklich

 

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Mon, 16 May 2011 05:07:00 -0700 LTS http://www.noeltner.de/lts http://www.noeltner.de/lts

LTS -  Larynxtubus  (Zielgruppe: ärztliches Personal)

Videobeitrag im Rahmen des E-Learning-Programms »Notfallmanagement in Arztpraxen«.

LTS-1Mbits.mov Watch on Posterous


Produktion: Oliver Knappe, Oliver Nöltner
Post Produktion: Oliver Nöltner
Sprecherin: Bettina Wettstein

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Sat, 14 May 2011 04:43:00 -0700 Vorinstallation http://www.noeltner.de/vorinstallation http://www.noeltner.de/vorinstallation

Früher war eine »Vorinstallation« die betriebsfertige Installation einer lizenzierten Software, sodass der Nutzer mit dem ersten Anschalten dieselbe nutzen konnte. Heute oder besser gesagt bei Mediamarkt gibt es verschiedene Interpretationen einer »Vorinstallation«. Natürlich mit Fußnoten versehen, die aber auf guttenbergische wundersame Art und Weise nicht mehr auf die Anzeige gepasst haben. Der Käufer wird schliesslich spätestens nach 61 Tagen die fehlenden Fußnoten von selbst bemerken. Dann läuft nämlich der Zeitraum für die Testversion aus. 

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Wed, 27 Apr 2011 06:07:00 -0700 Post Production http://www.noeltner.de/post-production-v01 http://www.noeltner.de/post-production-v01

Notfallmanagement in Arztpraxen (Zielgruppe: ärztliches Personal)

Videobeitrag im Rahmen eines E-Learning-Programms

Output-Rea-2010.mov Watch on Posterous

Produktion: Oliver Knappe, Oliver Nöltner
Post Produktion: Oliver Nöltner
Sprecherin: Bettina Wettstein

 

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Mon, 25 Apr 2011 23:38:00 -0700 Your Heartbeat is temporarily not available http://www.noeltner.de/your-heartbeat-is-temporarily-not-available http://www.noeltner.de/your-heartbeat-is-temporarily-not-available

Cloud-Computing (Bingo), ein omnipräsenter Fachbegriff dieser Tage, der die IT-Businesswelt wiederbeleben soll. Zur Erläuterung, was Cloud-Computing überhaupt ist, ein kurzer Blick in Wikipedia:

Cloud Computing bzw. Rechnerwolke ist primär der Ansatz, abstrahierte IT-Infrastrukturen (z. B. Rechenkapazität, Datenspeicher, Netzwerkkapazitäten oder auch fertige Software) dynamisch an den Bedarf angepasst über ein Netzwerk zur Verfügung zu stellen. Die Verarbeitung der Daten durch Anwendungen verblasst somit für den Nutzer gewissermaßen in einer „Wolke“.

Für den unbedarften Leser: Auf dem Computer oder Notebook sind keine Programme oder Daten mehr gespeichert, sie werden bei Bedarf über das Internet abgerufen. Dies bringt natürlich viele Vorteile mit sich. Ist beispielsweise die Festplatte im Notebook voll, bleibt dem Nutzer nichts anderes übrig als a) Daten zu löschen b) eine größere Festplatte einzubauen oder c) eine zweite externe Festplatte anzuschaffen. Hat er seine Daten aber in einer Cloud gespeichert, also in einem großen Rechenzentrum, loggt er sich in die Nutzerverwaltung seiner Cloud ein, schiebt den Datenspeicherregler etwas weiter nach rechts, auf plus 2 Gigabyte zusätzlichen Speicher, und bezahlt zukünftig 2 Dollar mehr im Monat. Braucht er im kommenden Monat wieder weniger Speicherplatz, weil er die Urlaubsbilder jetzt doch löschen will, schiebt er den Schieberegeler einfach wieder etwas nach Links und spart sich 2 Dollar im Monat.

Für Firmen, die ein schwankendes Datenaufkommen haben oder Existenzgründer, die noch nicht wissen, wohin es sich entwickelt, eine feine Sache. So ist es möglich, von heute auf morgen ein ganzes Rechenzentrum zu mieten und nach dem Projekt wieder auf einen kleinen Server umzustellen. Zu den großen Cloud-Anbietern gehört das vom Buchversand zum Gemischtwarenladen übergegangene Online-Unternehmen Amazon.

Man kann aber nicht nur Speicherplatz anmieten, sondern auch Server, die eigentlich keine sind. Ein so genannter virtueller Host ist ein leistungsstarker Server, der viele kleine Server simuliert. Ein Mutterschiff und seine Flotte. Das ist billiger, weil man nur die eine Hardware braucht und viele Anwendungen einen Server sowieso nicht auslasten oder nur immer in Sekundenbruchteilen die volle Leistung verlangen. Zwischen diesen Zeiten verbraucht der Server nur Strom.

Jetzt kann sich jeder vorstellen, was geschieht, wenn das Mutterschiff, aus welchen Gründen auch immer, für die Flotte nicht mehr verfügbar ist. Viele kleine virtuelle Server und mit ihnen die ganzen Dienste und Anwendungen sind »temporarily not available«. So hat es sich vom 21.04 bis 24.04. in einem Rechenzentrum von Amazon zugetragen.

Was passiert nun, wenn ein Anbieter von telemedizinischen Diensten auf eine solche virtuelle Serverumgebung setzt und keine Vorbereitungen auf einen Ausfall getroffen hat? Richtig, er schreibt verzweifelt in das entsprechende Support-Forum:

We are a monitoring company and are monitoring hundreds of cardiac patients at home. We were unable to see their ECG signals since 21st of April. Could you please contact us?

Einer der ersten Kommentare auf den Notruf:

You put a life critical system on virtual hosted servers? What the hell is wrong with you!

Ich gehe davon aus, dass es sich um keine kritische EKG-Überwachung handelt, sondern um sogenannte 24-h-EKGs, die später ausgewertet werden sollen. Ein Patient mit akuten lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen wird nicht »at home« sein, sondern hoffentlich intensivmedizinisch überwacht. Trotzdem ist es für die Patienten ärgerlich, da ihre Daten im Nirvana landen und sie gegebenenfalls die Überwachung wiederholen müssen. Ohne den Anbieter und die Notwendigkeiten der kardialen Überwachung zu kennen, halte ich es für sehr unwahrscheinlich, dass es im Verlauf und aufgrund dieses Ausfalls zu Notfallsituationen kommt. Akute lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen äußern sich nicht nur in EKG-Bildern, sondern zeigen weitläufigere Symptomatiken, die der Patient oder seine Angehörigen auch ohne technische Hilfsmittel bemerken (sollten). Eine EKG-Datenaufzeichnung kann schließlich keine Akutbehandlung ersetzen. Auch im Falle eines akuten koronaren Syndroms (bspw. einem Herzinfarkt) hilft die Telemedizin schließlich nur der zusätzlichen Diagnostik (2. Meinung) und nicht der notfallmedizinischen Behandlung vor Ort.

Trotzdem muss man dem Anbieter quittieren: What the hell.... – Eine zeitkritische Anwendung mit nur einem virtuellen Server ohne Redundanz ist schon ziemlich blauäugig. Da hilft auch kein Ja-aber mehr,

... wir dachten, die 99,95 % Verfügbarkeit ist ausreichend.

Völlig unverständlich ist, warum das Unternehmen sich die Cloud bzw. virtuelle Serverumgebungen nicht zunutze macht. Genau für solche Fälle ist dies wie geschaffen. Mit wenigen Mitteln und für wenig Geld lässt sich eine redundante Infrastruktur realisieren, die wir vor ein paar Jahren nur aus einem Rechenzentrumsverbund gewohnt waren.

Unsere E-Learning-Suite beispielsweise läuft auf einem selbstverwalteten Server. Die Suite selbst liegt redundant auf einem weiteren virtuellen Server bei verschiedenen Anbietern, in verschiedenen Rechenzentren, mit unterschiedlichen Internetanbindungen. Die dazugehörende Homepage wiederum wird getrennt von der E-Learning-Suite gehostet. Fällt nun der Hauptserver aus (das Mutterschiff) können wir die Anwender auf einen virtuellen Server umleiten, d.h. ein Schiff der Flotte wird zum Mutterschiff. Kommt es zu einem längerfristigen Ausfall des Hauptservers oder des Netzwerkknotens im Rechenzentrum, kann das gesamte System einfach auf einem virtuellen Server in einem anderen Rechenzentrum weiterlaufen. Selbst, wenn man keine virtuellen Server vorhält, die Einrichtung dauert maximal ein-zwei Stunden (kontinuierliches Backup-Image des Hauptservers vorausgesetzt). Mit einer geschickten DNS-Verwaltung lassen sich auch angebundene Clients auf den virtuellen Ersatzserver umleiten (DNS ist der Dienst, der aus "www.xy.de" eine für Computer verwertbare Ziffernfolge generiert). Da wir keine zeitkritische Anwendung haben, sondern auch mal 2 bis 3 Stunden ohne auskommen, ist das ausreichend. Dies wäre sicherlich auch im Falle von 24h-EKG-Aufzeichnungen zu verkraften.

Fazit: Man kann sich mit wenigen Mitteln und kleinen Kosten seine eigene redundante IT-Struktur aufbauen, das ist Cloud, das ist virtuelles Hosting. Wieso der EKG-Anbieter dies nicht (aus)nutzt, bleibt ein Rätsel. Insbesondere, weil er aller Ansicht nach die Anwendung selbst schon auf virtuelle Serverumgebungen setzt und es bei Amazon möglich ist, seine Instanzen auf mehrere Rechenzentren zu verteilen. Leider sind meine persönlichen Erfahrungen aus dem Bereich der Telemedizin ähnlich gelagert. Die Verfügbarkeit und Ausfallsicherheit steht, wenn überhaupt, ganz weit hinten auf der Prioritätsliste. Doch genau darauf zielt doch die Telemedizin: allgegenwärtige Verfügbarkeit über die gemeinsame physische Anwesenheit von Patient und Arzt hinaus.

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Sun, 24 Apr 2011 22:59:00 -0700 1999 http://www.noeltner.de/1999 http://www.noeltner.de/1999

Kress Mediendienst von 1999

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Sat, 23 Apr 2011 05:40:00 -0700 Best Invest: 14,23 Euro http://www.noeltner.de/best-invest http://www.noeltner.de/best-invest

Kennt jeder: Kleines Projekt soll große Internetseite bekommen. Das Problem: Wir haben viele kleine Projekte. Das Glänzen des Dollars in den Augen der Projektmanager, Social-Media-Berater, Designer, Typo3-Spezialisten ist im Wald bei finsterer Nacht auf Kilometer sichtbar. Diesmal sollte es anderes werden. Keine Kick-off-Veranstaltung (Bingo), Meetings (Bingo), Freemind-Sheets (Bingo) und Usability-Design-Checks (Bingo).

Textpattern aufgesetzt – 5 Minuten – ein Theme gekauft – 14,23 Euro – ein paar Scripte upgedatet und siehe da: fertig. Jetzt die Feile aus der Werkzeugleiste, die Kanten rund geschliffen, dass CSS dem #CD angepasst und auf einmal bleibt viel Zeit für den suchmaschinenoptimierten (Bingo) Aufbau der Text- und Medieninhalte.

Mit 14,23 Euro der Best Invest seit den letzten 1.731 Webseiten mit ermüdeten Diskussionen, ob der Button unten links eckig oder rund sein soll (Ok, die erste Internetgebührenrechnung über 657,23 DM für den ersten Monat online war auch gut angelegt, stellte sich aber erst 5 Jahre später heraus).

Bei McDonalds bekommen sie auch alle dieselben Cheeseburger und keiner beschwert sich darüber.

 

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Fri, 22 Apr 2011 08:48:12 -0700 Unfortunately four months late http://www.noeltner.de/unfortunately-four-months-late http://www.noeltner.de/unfortunately-four-months-late

P151

Leider vier Monate zu spät

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Sat, 19 Mar 2011 14:52:00 -0700 Roastbeef 2011 http://www.noeltner.de/roastbeef-2011 http://www.noeltner.de/roastbeef-2011

The first roast beef this year. Indirect grilling, duration about 5,5 h.

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